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Sendung vom 8. Juli 09
Es liegt im Wesen des Sports, dass er von Bildern lebt. Keine Sportseite in keiner Zeitung auf der Welt kommt mehr ohne Bilder aus. TV-Sport ohne Bilder? Das wäre wie Reiten ohne Pferd. Die Sendung erinnerte denn auch an «Tatsachen und Meinungen», den Polit-Talk aus den Siebzigern. Nur dass Regula Späni über kein so markant heiseres Organ verfügt wie der legendäre Hans O. Staub. Unbestritten gibt es Aktivitäten, die zum Sport gezählt werden und dabei nicht TV-tauglich sind. Live-Übertragungen der Kleinkaliberschützen und den Schachmeisterschaften? Beides respektable Konzentrations- und Denksportarten, aber leider nicht besonders attraktiv am Fernsehen. Dasselbe gilt auch für den Segelsport, egal wie gross der Katamaran und wie reich dessen Besitzer ist. Und weil man irgendwann den russischen Transport-Helikopter gesehen hatte, wurde geplaudert und geplaudert. Nicht ganz schlau wurde man aus dem Experten: Konnte, durfte oder wollte Christian Schärer nicht mehr sagen? Die Regie blendet eine Fotomontage ein: Links die alte Alinghi, rechts der ein Drittel grössere Katamaran. Frage: Welches sind die Unterschiede? Antwort (1 Minute lang): Die Grösse. Aha. Darauf wäre ich nicht gekommen. Frage: Segelt man mit dem Kat anders? Antwort: Ja. Und so ging es eine geschlagene Viertelstunde. Warum man aber schneller als der Wind segeln kann, habe ich dennoch nicht verstanden. Nach diesem «Menschen-Technik-Wissenschaft-Light» gabs noch sieben Minuten lang Tour de France und Fussball. Totale Randsportarten. Immerhin wissen wir jetzt, dass Émile Mpenza neu beim FC Sion spielt. Wer das bezahlt, wollte der Walliser Sportredaktor hinter den Kulissen dann aber nicht so genau wissen. Da hätte man ja auch nachfragen müssen.

Sendung vom 8. Juli 09

Es liegt im Wesen des Sports, dass er von Bildern lebt. Keine Sportseite in keiner Zeitung auf der Welt kommt mehr ohne Bilder aus. TV-Sport ohne Bilder? Das wäre wie Reiten ohne Pferd. Die Sendung erinnerte denn auch an «Tatsachen und Meinungen», den Polit-Talk aus den Siebzigern. Nur dass Regula Späni über kein so markant heiseres Organ verfügt wie der legendäre Hans O. Staub. Unbestritten gibt es Aktivitäten, die zum Sport gezählt werden und dabei nicht TV-tauglich sind. Live-Übertragungen der Kleinkaliberschützen und den Schachmeisterschaften? Beides respektable Konzentrations- und Denksportarten, aber leider nicht besonders attraktiv am Fernsehen. Dasselbe gilt auch für den Segelsport, egal wie gross der Katamaran und wie reich dessen Besitzer ist. Und weil man irgendwann den russischen Transport-Helikopter gesehen hatte, wurde geplaudert und geplaudert. Nicht ganz schlau wurde man aus dem Experten: Konnte, durfte oder wollte Christian Schärer nicht mehr sagen? Die Regie blendet eine Fotomontage ein: Links die alte Alinghi, rechts der ein Drittel grössere Katamaran. Frage: Welches sind die Unterschiede? Antwort (1 Minute lang): Die Grösse. Aha. Darauf wäre ich nicht gekommen. Frage: Segelt man mit dem Kat anders? Antwort: Ja. Und so ging es eine geschlagene Viertelstunde. Warum man aber schneller als der Wind segeln kann, habe ich dennoch nicht verstanden. Nach diesem «Menschen-Technik-Wissenschaft-Light» gabs noch sieben Minuten lang Tour de France und Fussball. Totale Randsportarten. Immerhin wissen wir jetzt, dass Émile Mpenza neu beim FC Sion spielt. Wer das bezahlt, wollte der Walliser Sportredaktor hinter den Kulissen dann aber nicht so genau wissen. Da hätte man ja auch nachfragen müssen. (L.T.)

~ von Lukas Tonetto am 9. Juli 2009.

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